ISBN 978-3-86841-088-4
301 Seiten
18

 

„Antisemit, das geht nicht unter Menschen“.
Anarchistische Positionen zu Antisemitismus, Zionismus und Israel

Jürgen Mümken | Siegbert  Wolf (Hrsg.)
Band 1: Von Proudhon bis zur Staatsgründung

Die Herausgeber des vorliegenden Bandes sind zutiefst davon überzeugt, dass eine freiheitliche, sozial gerechte Gesellschaft nur dann erreicht werden kann, wenn zuvor auch eine der ältesten Gruppenfeinschaften der Menschheitsgeschichte, der Antisemitismus, der im letzten Jahrhundert durch den deutschen Nationalsozialismus zum schlimmsten Menschenverbrechen der Geschichte geführt hat, in den Köpfen und Herzen aller Menschen dauerhaft beseitigt wird.
Vor allem für radikale, gesellschaftsverändernde Bewegungen wie der anarchistischen ist eine intensiv, anhaltende Auseinandersetzung mit gesellschaftlich produzierten Vorurteilen wie Antisemitismus, Rassismus, Homophobie und Antiziganismus Grundlage dafür, diese Ressentiments im eigenen Denken und Fühlen und ebenso im öffentlichen, alltäglichen Handeln grundlegend zu überwinden.
Der vorliegende Band beleuchtet das Verhältnis des neuzeitlichen Anarchismus seit der Französischen Revolution von 1789 zu Antisemitismus, Judentum und Zionismus bis zur Shoah. Thematisch aufgegliedert ist er in fünf Abschnitte: „Anarchisten und Antisemitismus“, „Anarchisten über Antisemitismus“, „Anarchismus und Zionismus“, „Anarchismus und Judentum“ und „Anarchismus, Nationalismus und Zweiter Weltkrieg“. Jeder Abschnitt sind zeithistorische Originalbeiträge bzw. entsprechende Abhandlungen aus Anarchistischer Perspektive zugeordnet.

DadA-Buchempfehlung hier ...
"Zu guter Letzt möchte ich euch noch mein absolutes Liebliengsbuch des Jahres vorstellen: 'Antisemit, das geht nicht unter Menschen'" (Frank Tenkterer in Gai Do Nr. 36 Dezember 2013)

Rezension:

Olaf Kistenmacher, "Zionist' kann man sein". Anarchistische Positionen zu Antisemitismus, Zionismus und zum Staat Israel. In: Phase 2. Zeitschrift gegen die Realität (Leipzig), H. 50, Frühjahr 2015, S. 24ff.: "... eine überfällige Diskussion innerhalb der anarchistischen Linken angestoßen [...] Wie die historischen Beispiele Proudhon und Bakunin zeigen, gibt es für anarchistische Linke viel aufzuarbeiten."
Olaf Kistenmacher auf der Roten Ruhr Uni hier

 

Zurck zur Startseite